Die messtechnische Seite des Berufs — und für viele der Grund, warum sie ihn gewählt haben. Ton- und Sprachaudiometrie, In-situ-Messung, Perzentilanalyse und die objektiven Verfahren am Übergang zur HNO-Medizin verlangen ein Verständnis von Akustik und Psychoakustik, das über das Handwerkliche hinausgeht. Stellen in dieser Richtung finden sich in Hörzentren, an Universitätskliniken und bei Herstellern; ein Studium der Hörtechnik und Audiologie ist dafür der übliche, aber nicht der einzige Weg — viele kommen aus dem Handwerk und qualifizieren sich berufsbegleitend nach.
Nirgendwo im Revier ist der Anteil anerkannter Lärmschwerhörigkeit höher als in den alten Bergbau- und Stahlstädten. Ein Teil der Versorgungen läuft deshalb nicht über die Krankenkasse, sondern über die Berufsgenossenschaft — mit eigenen Verfahren, eigener Dokumentation und eigenem Vergütungsrahmen. Wer das kennt, arbeitet hier mit einem Vorsprung.
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