Ein Hörakustik-Fachgeschäft lebt davon, dass Menschen wiederkommen — zur Nachjustierung, zum Batteriewechsel, zur jährlichen Kontrolle. Wer den Empfang führt, hält diesen Kontakt und entscheidet dadurch mehr über den Erfolg des Betriebs, als die Stellenbeschreibung vermuten lässt. Dazu kommt die Abrechnung mit den Krankenkassen: Hilfsmittelverträge, Genehmigungsverfahren und Zuzahlungen sind ein eigenes Fachgebiet, in dem Fehler Geld kosten. Der Quereinstieg ist üblich; entscheidend ist, wie gründlich eingearbeitet wird.
Eine Stadt, in der Lärmschwerhörigkeit über Generationen zum Arbeitsleben gehörte — Stahl, Hafen und Schwerindustrie prägen die Versorgungslage bis heute, ein Teil davon läuft über die gesetzliche Unfallversicherung. Der betriebliche Gehörschutz ist hier kein Nebengeschäft, sondern ein eigener Markt. Die Mieten gehören zu den niedrigsten aller deutschen Großstädte.
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